3D Drucker: Druckkopf beim Aufbau von 3D Modellen
 

Druckkopf beim Aufbau von 3D Modellen

Hardware: 3D Drucker - Das Verfahren

Der Druckertreiber - Catalyst™EX

Die Software Catalyst™EX (=Druckertreiber) importiert die Konstruktionsdaten im STL-Format (Surface Tesselation Language, deutsch: Beschreibung der Oberfläche durch Dreiecke) aus Ihrem 3D CAD-System, richtet die Teile aus, zerlegt das Modell automatisch in Schichten und berechnet - wo notwendig - die Stützkonstruktionen und den präzisen Verfahrweg für die Düse.

Darüber hinaus bietet der Druckertreiber eine Vielzahl von Informationen wie etwa Bauzeit, Materialstatus oder auch ein Logbuch, welches als Exceldatei ausgegeben werden kann. In weiterer Folge fasst die Software Catalyst™EX auch mehrere Bauteile im Bauraum zusammen, um so die Effizienz zu erhöhen. Alle Dimension 3D Drucker arbeiten vollkommen selbstständig. Bau- und Statusinformationen werden bei Bedarf per E-Mail, SMS oder Online zur Verfügung gestellt.

Das Druckverfahren

Basierend auf dem patentierten FDM®-Verfahren (Fused Deposition Modeling) der Fa. Stratasys Inc., werden funktionelle 3D Modelle aus dem stabilen und haltbaren ABS (Acrylnitril Butadien Styrol) oder ABSplus™ Kunststoff erstellt.

Das Prinzip der Drucktechnik kann dabei mit dem einer Heißklebepistole verglichen werden. Das Baumaterial aus ABS bzw. ABSplus™ ist in Drahtform in handlichen Kassetten oder Spulen aufgewickelt. Der 3D Drucker fädelt den ABS/ABSplus™ Draht automatisch ein und führt ihn dem Extrusionskopf zu.

3D Drucker: Druckverfahren schematisch

Dort wird er auf ca. 270° C erhitzt und damit verflüssigt und danach in präzisen 0,1778 mm, 0,254 mm oder 0,33 mm dünnen Schichten spurweise durch eine Düse extrudiert und auf die Bauplattform aufgebracht. Durch thermisches Verschmelzen verbindet und verfestigt sich das Material sofort.

Nach dem Auftragen einer Schicht wird die Bauplattform abgesenkt und so das 3D Modell Schicht für Schicht von unten nach oben aufgebaut. Dabei entstehen keinerlei Emissionen. Die Modelle - max. Größe 254(B) x 254(T) x 305(H) mm - können nach der Fertigstellung sofort verwendet werden und erfordern keine eigene Nachbehandlung.

Die gegebenenfalls notwendigen Stützkonstruktionen werden mit einer zweiten Düse und dem in der Maschine, in einer zweiten Kassette bzw. Spule, vorrätigen Stützmaterial aufgebaut.

Das Stützmaterial unterscheidet sich bezüglich seiner Festigkeitseigenschaften und seiner Farbe vom Modellmaterial. Es geht mit dem Bauteil keine Verbindung ein, wodurch die Oberfläche des Modells beim Entfernen der Stützen nicht beschädigt wird. Nach Abschluss des Bauprozesses werden die Stützen und Fixierungen einfach entfernt.

Letzte Änderung: 23. Juli 2010 | Version 1.1.0
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